Machen, machen, machen-das ist tatsächlich das Erfolgsrezept der Entstehung unseres Magazins.
Und denken, brainstormen, tüfteln, spinnen, querdenken, recherchieren, Emails schreiben, mehr Emails schreiben, fotografieren, inszenieren, dekorieren, basteln, schnibbeln, gestalten, layouten, reinzeichnen, lesen, schreiben, tippen, formulieren…und, und, und.
Kurzum – es ist ein Haufen Arbeit, den es zu Zweit zu bewältigen gab.
Ein Haufen Arbeit, der aber ganz schön viel Spaß macht, viel Zeit, Organisation und Herzblut erfordert.
In unseren BEHIND THE SCENE-Berichten wollen wir Euch nun begleitend zu der neuen Ausgabe etwas zum Entstehungsprozess und der Ideenfindung von Makemake Issue 02 erzählen. Außerdem gibt es zu jedem Thema noch mehr STORIES und Berichte, die Euch auf unser gedrucktes Heft einstimmen werden bzw. es ergänzen.
CIRQUE DE PAPIER
Das Thema Zirkus übt einfach eine Faszination aus, und vermittelt ein ganz besonderes Lebensgefühl, von dem wir uns haben anstecken lassen. Ein bisschen Glamour, Verrücktheit, Muster und Farben, verkleiden und in eine andere Rolle schlüpfen. Das ist moderner Eskapismus, wie man ihn erlebt wenn man losgelöst von allem mit Glitzerstaub, Farbpuder und Neon-Ethno-Kleidern kollektiv die Lebensfreude feiert. Mit all diesen Gefühlen berauscht auch die Zirkusästhetik – und deswegen haben wir unser Papercrafting diesem Thema gewidmet.
Unglaublich, wie wandelbar Papier ist und was man damit alles kreieren kann. Leider ist es in der Mode und im Accessoirebereich noch eher vernachlässigt. Klar Papier ist geduldig – aber doch fragiler als andere Materialien.
Das hat uns allerdings trotzdem nicht davon abgehalten fantasievolle Accessoires, wie Ketten, Hüte und Schulterpolster aus typischen Zirkuselementen zu basteln.
Um das Thema nun wirksam in Szene zu setzen brauchten wir natürlich Hilfe: Fotograf, Models, Stilistin und Klamotten. Wie gut, dass wir alles im Freundeskreis oder Kleiderschrank hatten

Die Location gehört zum Münsteraner Café Nobis und ist ein alter, teils baufälliger Ballsaal, angemietet von einer Bekannten, die dort zu dem Zeitpunkt Möbel restaurierte.
Nicht nur der Saal ansich, dessen Interieur von der verblichenen Eleganz einer früheren Epoche zeugte, sondern auch die vielen tollen Vintagemöbel fügten sich vor meinem inneren Auge schon beim ersten Eindruck zu einer umwerfenden Kulisse zusammen.
Dieser Raum konnte auch den mit uns befreundeten Fotografen Maurice Ressel mit seinem abgewetzten Charme überzeugen. Maurice ist eigentlich Dokumentarfotograf und widmet sich den ernsteren Themen dieser Welt, hat aber schon den ein oder anderen Abstecher ins Modebusiness gewagt und hatte somit keine Scheu vor unserem Zirkusmode-Spektakel.
Maurice ist ein Lichtkünstler, der den Blick für den besonderen Moment hat – unabhängig von technisch-statischen Einstellungen, die Fotografie oftmals zu etwas Konstruiertem, Unechten macht. Maurice braucht den Freiraum, die Bewegung, den Zufall – und das macht seine Fotos so lebendig. Wir profitierten allerdings auch von einer glücklichen Gegebenheit. Nachdem wir die Kälte dieses klaren Herbsttages morgens kaum aushielten in dem riesigen, ungeheiztem Raum – belohnte uns gegen Mittag die strahlendste Sonne mit Lichtverhältnissen, die kein Scheinwerfer so hinkriegen kann. Gleißendes Licht, dass durch die verstaubten Scheiben fiel und die Models nicht nur aufwärmte, sondern sie in das schönste Licht hüllte, das man sich als Fotograf wünschen kann.
Unsere drei Models, die tänzelnden Ballerinas und ein stattlicher Zirkusdirektor, die Schulteraccessoires, Ketten und Haarteile mit Grazie balancierten, machten die Zirkus Vorführung zu einer perfekten Darbietung aus Schönheit, Spaß und schauspielerischem Talent. Wir hätten keine besseren Artisten für unseren Zirkus als Sarah Bühler, Saskia Birkemeyer & Rodolfo Dias da Costa finden können!
Die Zauberhaftigkeit und perfekte Verwandlung der Models haben wir natürlich auch unserer Stilistin Melanie Schwan zu verdanken, die als Modedesignerin auch schon eigene Schauen ausstaffiert hat und den perfekten Lidstrich drauf hat und die besten Frisuren kreiert!

Danke Café Nobis (und Nora), danke Maurice, danke Sarah, Saskia & Rodolfo, danke Melli danke Sonne!